Multiple Browser zum Testen und Vergleichen

Jeder ernstzunehmende Designer von Webseiten wird es wohl ähnlich handhaben wie ich: um ein möglichst “übergreifendes” Erscheinungsbild der von mir entwickelten Seiten gewährleisten zu können, sind auf meiner Windows-Workstation die aktuellen Versionen der folgenden Browser installiert:

  • Firefox
  • Google Chrome
  • Safari
  • Opera

Fehlt da nicht noch einer ?

Selbstverständlich habe ich auch den Internet Explorer in der Version 8 installiert, aber da – anders als bei den o.g. “standard-konformen” Browsern, deren Darstellungsunterschiede bei CSS-basierten Seiten so gut wie nicht ins Gewicht fallen – die Vielzahl der in Umlauf befindlichen Internet Explorer – Versionen gravierende und oft auf “Bugs” beruhende Unterschiede haben können, welche selbstverständlich ebenfalls getestet werden müssen, verwende ich die IETester – Software, die mir ermöglicht, auf einem einzelnen Windows-System meine Webseiten mit unterschiedlichen Internet Explorer – Versionen zu testen, was ja im Normalfall nicht möglich ist.

Was bringt das überhaupt ?

Schauen wir uns einmal den folgenden Screenshot von einer von mir designten Webseite an, die ich mit IETester geöffnet habe und hier “Seite an Seite” von den Internet Explorer – Versionen 6 und 8 anzeigen lasse:

Vergleich einer Webseite mit IETester

Man erkennt unschwer, dass bei IE 6 die Zwischenüberschrift “Projekte” (ein H2 – Tag) horizontal zu weit nach oben gerutscht ist — und da man dank IETester einen direkten optischen Vergleich hat, ist es ein Leichtes, diesen Unterschied im Seitenquelltext auszubügeln, indem man mithilfe eines so genannten “conditional comments” eine alternative CSS-Regel spezifiziert, die nur von der Internet Explorer – Version 6 angewendet wird:

CSS-Regel, in einem 'conditional comment' eingebettet

Das obige Beispiel stellt, was die Darstellungsunterschiede bzw. “Bugs” der diversen Internet Explorer – Versionen angeht, übrigens nur einen Bruchteil dessen dar, was bei CSS-basierten Layouts überhaupt schiefgehen kann. Skepsis ist angebracht bei Webdesignern, die derartige Tests nicht machen, weil Sie davon ausgehen können, dass ihnen die potenzielle Problematik nicht bewusst ist und dass sie anzunehmenderweise auch nicht die erforderlichen CSS-Kennnisse besitzen, um derartige “Macken” gezielt und schnell beheben zu können.