Lebenslauf ? Bloß nicht ! Lebensstationen !

Stationen als Musiker

Das Licht der Welt

…habe ich am 31.12.1961 in Remscheid erblickt.

Meine Familie

…bestand ursprünglich aus drei älteren Geschwistern sowie einer jüngeren Schwester. Meine beiden älteren Schwestern wanderten in den 70ern im Abstand von einigen Jahren nach Sizilien aus, lernten in der Stadt Ragusa ihre späteren Gatten kennen und gründeten dort Familien.

Meine Mutter, Lydia Schenk, stammt aus dem westerwäldischen Dorf Marzhausen, wohingegen Rudi Schenk, mein Vater, ein gebürtiger Remscheider ist.

Mein Vater übte einen relativ ungewöhnlichen Beruf als Küster und Hausmeister der evangelischen Stadtkirche Remscheid aus, welcher uns Kinder automatisch in das Gemeindeleben einband und sogar dort auf mehrheitlich normale Mitmenschen treffen ließ.

Schulbildung

Nach den üblichen vier Jahren Grundschule habe ich das Remscheider Gertrud-Bäumer-Gymnasium ohne “Ehrenrunden” absolviert und 1981 das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife erhalten. Meine Leistungskurse waren Deutsch und Englisch; in beiden Fächern sowie im Grundkurs Sozialwissenschaften konnte ich durchaus ansehnliche Benotungen erzielen.

Zivildienst

Von 1981 – 1983 in der Remscheider Lebenshilfe e.V., konkret gesagt, der seinerzeit so genannten “Werkstatt für Behinderte”. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, und es war eine sehr wertvolle Erfahrung, geistig und körperlich eingeschränkten Mitmenschen sowohl durch unterstützende Körperpflege als auch durch Organisierung der Arbeitsabläufe helfen zu dürfen.

Meine Jahre als freiberuflicher Musiker

Obwohl ich schon zu Jugendzeiten einen Heidenspaß am Gitarren- und Bassspiel hatte, in diversen Bands spielte und davon träumte, eines Tages eine Super-Karriere hinzulegen, hätte es meinen Eltern eindeutig besser gefallen, dass aus mir mal “was Ordentliches” werden kann. In der Tat belegte ich 1983 ein Semester Sozialpädadgogik an der FH Düsseldorf mit dem Resultat, dass mich schnell ziemlich angeödet fühlte und das Ganze frustriert abbrach.

Gottseidank taten sich mehrere unerwartete und wegweisende Alternativen auf:

Ivan Rebroff

Zu jener Zeit war ich bereits der Subkontrabassbalalaika-Spieler des überregional recht bekannten Remscheider Quartetts “Balalaika Ensemble Druschba”, und 1983 kontaktierte uns aus heiterem Himmel das Offenbacher Management von Ivan Rebroff und fragte nach, ob wir Interesse hätten, sein neues Bühnenensemble zu werden.

Balalaika Ensemble Druschba
das Cover der von uns produzierten LP

Wow !! Aber gerne ! ;-)

Und so kam es, dass wir von 1983 bis 1986 hauptsächlich an den Wochenenden mit Ivan irgendwo in Europa unterwegs waren. Was für eine irre und schöne Zeit, in der ich viele Länder und Leute kennenlernen konnte und dafür auch noch bezahlt wurde :-)

Manfred Lemm und Ensemble

Ein weiteres Projekt, an welchem ich seit Ende der 70er als Gitarrist, Bassist und gelegentlicher Banjospieler beteiligt war, nahm in jenen Jahren ebenfalls größere Formen an. “Manfred Lemm und Ensemble” spielte jiddische Folklore mit Elementen der klassischen Musik und machte sich durch die Interpretation der von Manfred Lemm vertonten Gedichte des Krakauer Dichters Mordechaj Gebirtig einen Namen.

Manfred Lemm und Ensemble

Studiomusiker und Arrangeur

Musiker, die in mehreren “angesagten” Projekten mitwirken, haben gute Chancen, bei Tonträgerproduktionen anderer Bands oder Solisten mitwirken zu können. Was mich betrifft, war ich in den 80ern und 90ern u.a. ein Studiomusiker und Ko-Arrangeur der “Scheiben” eines seinerzeit sehr populären Wuppertaler Kinderchores.

Meine Jahre als Instrumentallehrer

Auch wenn ich für diesen Bereich keinerlei formale Ausbildung vorzuweisen hatte, konnte ich – natürlich auch bedingt durch die o.g. Projekte, die mir einen gewissen Bekanntheitsgrad bescherten – eine parallel laufende Existenz als Gitarren- und Basslehrer an diversen regionalen Musikschulen aufbauen.

Hier gab es das “volle Programm” :: klassische Gitarre, Folk, Jazz, Heavy Metal, Einzeluntericht, Gruppenunterricht, Seniorenkurse, Vorspielabende u.v.m.

Übersetzungen

Da ich als Musiker bzw. Arrangeur auch ein Faible für Software hatte, mit deren Hilfe man auf dem heimischen Rechner ein Tonstudio simulieren konnte, kontaktierte ich 1997 via Internet den in Texas ansässigen Programmierer des seinerzeit nicht ganz unbekannten Software-Synthesizers “Audio Compositor” und bot ihm als großer Fan seines Produkts an, seine Windows-Hilfedatei auf Deutsch zu übersetzen, um ihm zu helfen, sich auf dem deutschsprachigen Markt etablieren zu können.

Gesagt, getan — und diese Aktion war der Auslöser für weitere Übersetzungstätigkeiten (Software und Herstellerwebsites) sowie natürlich für meine jetzige Lieblingstätigkeit als…

Webdesigner / Developer

Meine Übersetzung der Website eines französischen Softwareproduzenten brachte mich erstmalig in Kontakt mit HTML, was mich im Nu faszinierte und dazu brachte, etliche Experimente anzustellen und später meine erste eigene Website zu veröffentlichen.

Wie immer kam auch hier eines zum anderen, und bald darauf erhielt ich hinreichend Gelegenheit, für Freunde und auch regionale Kleinunternehmen Websites zu erstellen, in welche ich bald auch die ersten selbstgestrickten PHP-Features implementierte.

Einschnitte

In beruflicher Hinsicht war also soweit alles in Butter, aber im Privatbereich musste ich bald darauf massive Schläge einstecken.

Während das Trennungsjahr und die 1997 erfolgte Scheidung einer kinderlosen Ehe noch relativ harmonisch ablief, wurde bei meiner Lebensgefährtin, die ich im Anschluss kennenlernte und die eine Wohnung im selben Haus bezog, im darauf folgenden Jahr Multiple Sklerose diagnostiziert. Diese Krankheit nahm bei ihr leider eine sog. “chronisch progrediente” Verlaufsform an, die trotz bestmöglicher Medikation zu immer dichter aufeinanderfolgenden und schmerzhaften Schüben mit irreversiblen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen führte, von welchen sie Anfang 2001 erlöst wurde.

Da ich in dieser Situation in zunehmendem Maße auch als Pfleger vor Ort präsent sein musste und natürlich auch wollte, entschied ich mich, meine außerhäusigen Musiklehrertätigkeiten auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die Teilnahme an Bühnenprojekten vollständig einzustellen.

Um sowohl in finanzieller Hinsicht nicht mit dem Rücken an der Wand stehen zu müssen als auch flexibel und schnell reagieren zu können, gab es nur die Alternative “Heimarbeit”, was bedeutete, dass ich tagsüber in meiner Wohnung Gitarrenunterricht erteilte und, sofern die Situation dies erlaubte, in den Abend- und Nachtstunden eine zunehmende Anzahl an Webdesign-Aufträgen umsetzte.

Vom Musiker zum Büroleiter

Auch ohne Konsultierung eines Seelenklempners wurde mir nach dem Tod meiner Lebensgefährtin bewusst, dass mir eine berufliche Neuorientierung sehr gut tun würde, zumal ich bemerkte, dass ich nach ca. 20 Jahren keinerlei Vergnügen mehr am Musizieren und Unterrichten empfand.

Eine hervorragende Möglichkeit, berufliches Neuland zu betreten, ergab sich Ende 2003, als mir einer meiner ersten Webdesign-Kunden – ein türkischer Bauunternehmer, dessen Website ihm binnen Kurzem einen enormen Zuwachs an Kaufinteressenten für seine Ägäis-Luxusvillen bescherte – ein Jobangebot als Leiter seines deutschen Immobilienbüros unterbreitete.

ein lustiges Telefonat mit einem Kunden

Diese Tätigkeit dauerte bis Mitte 2007 und hat mir enorme Freude bereitet, weil ich nicht nur “Webadministrator” war, sondern die Chance hatte, mich weitgehend selbstständig in völlig unvertraute Aufgabengebiete wie Marketing, Kundenberatung, Organisierung von Objektbesichtigungen etc. einzuarbeiten und – was mir auch gelang – messbare Erfolge zu erzielen.

Das folgende Arbeitszeugnis beinhaltet ebenfalls eine genauere Beschreibung der von mir erbrachten Leistungen.


arbeitszeugnis_cakmak_bauunternehmen.pdf
Datum: 02.07.2011 22:12 Größe: 670 kB