Dreamweaver Tutorials

Vorwort:
Auch wenn Adobe Dreamweaver immer noch von manchen Web-Entwicklern heruntergeputzt wird, weil ein “anständiger” Entwickler ihrer Meinung nach ein Webseitenlayout prinzipiell nicht in einer visuellen Ansicht zu entwerfen hat, und auch wenn manch beinharter “Coder” ohnehin der Ansicht zu sein scheint, die Verwendung eines Texteditors stünde an sich schon für ein prinzipiell besseres Arbeitsresultat und dass ihm ein mit Notepad und ohne PHP-Syntaxhervorhebung hingehacktes echo “hello world”; sowieso die “höheren Programmiererweihen” verleiht — das ist doch alles Quatsch, und ich hatte des öfteren das zweifelhafte Vergnügen, erhebliche Reparaturarbeiten an Webseiten-Code vornehmen zu müssen, welcher von einem anderen Entwickler nachweislich mit einem Texteditor verfasst wurde :-)

Als Entwicklungsumgebung mit Tendenz zur funktionalen “eierlegenden Wollmilchsau”, mit zunehmender Ausrichtung an den Bedürfnissen professioneller Anwender und mit Berücksichtigung einer Vielzahl von Anwenderwünschen macht Dreamweaver summa sumarum eine ziemlich gute Figur — und dies mit steigender Tendenz, denn Adobe investiert einiges an Resourcen in die kontinuierliche Weiterentwicklung.

Pros:
Die Dreamweaver-Versionen ab der Version CS3 stellen für mich exzellente Entwicklungsumgebungen dar, die im sog. WYSIWYG-Modus sehr guten und vor allem validen HTML/CSS – Code erzeugen, welcher von Anwendern mit dem nötigen Knowhow natürlich ggf. mit Leichtigkeit modifiziert werden kann, obwohl dies selten erforderlich ist. Herz, was begehrst du mehr ? ;-).

Contras:
Was hingegen die eingebauten PHP-Funktionalitäten wie z.B. die Generierung von PHP/MySQL-basierten Datenbankabfragen (sog. “queries”) oder die Implementierung von Datensatzgruppen (sog. “recordsets”) betrifft, bin ich sicherlich nicht der einzige Anwender, der denkt, dass hier durchaus Nachholbedarf wäre, zumal – im Gegensatz zum integrierten CSS-Support – Dreamweavers rudimentäre “Server-Verhalten” seit -zig Versionen nicht einmal ansatzweise entrümpelt bzw. technisch überholt bzw weiterentwickelt wurden.

Sinn und Zweck meiner Tutorials:
Ich möchte hier diverse Tipps, Tricks und Vorschläge hinterlegen, welche insbesondere den experimentier- und risikofreudigen PHP-Entwickler adressieren und so nebenbei auch folgende “Botschaften” vermitteln wollen:

a) Dreamweaver ist eine umfangreiche Sammlung von hochkarätigen, nicht immer “perfekten”, aber letztendlich anpassbaren Werkzeugen, die guten & verständlichen Code erzeugen, den man besser als “starting point” für eigene Entwicklungen und besser nicht als “non plus ultra” – Ergebnis betrachten sollte, denn letzteres wird von Natur aus wohl niemals möglich sein.

Wenn man dies zu akzeptieren bereit ist, werden sich die wahren Stärken der Werkzeuge einem ambitionierten Anwender offenbaren, der gewillt ist, das zugrundeliegende Knowhow (HTML, CSS, PHP etc etc) zu erlernen und den von Dreamweaver erzeugten Code dazu benutzt, letztlich “sein Ding” zu machen. Anders gesagt: eine Entwicklungssoftware wie Dreamweaver ist immer nur so gut wie der jeweilige Anwender, und ohne fundiertes Hintergrundwissen bzw. Praxiserfahrung wird man sich auch mit dem besten Markenhammer schnell den Daumen platt hauen ;-)

b) Lernen ist eine coole und nützliche Angelegenheit, und man muss nicht für jeden Sch**ss Dreamweaver-Erweiterungen (sog. “extensions”) von Drittanbietern erwerben und sich dadurch in möglicherweise riskante Abhängigkeiten begeben, deren Folgen schwer vorhersehbar sind.

Ein Beispiel: was macht man, wenn der Entwickler einer populären PHP-basierten Erweiterung, auf deren Funktionsweise man sich bislang blindlings verlassen konnte, keinen Sinn darin sieht bzw. resourcentechnisch nicht in der Lage ist, sein Produkt mit der auf immer mehr Servern installierten PHP-Version 5.3 kompatibel zu machen, was bestehende Anwendungen, die vorher einwandfrei funktionierten, ggf. unerwarteterweise ausser Gefecht setzen kann ? Ein Developer, der weitestgehend aus seinem eigenen Knowhow-Fundus schöpfen kann, wird dann weitaus weniger Probleme haben — ein “Extension Addict” hingegen, der fachlich null Ahnung hat, was das Produkt überhaupt produziert und wie er den generierten PHP-Code entsprechend “fixen” kann, wird massive Probleme bekommen. Sein Kunde natürlich ebenfalls !

Hinweis:
die Screenshots meiner Tutorials werden zeigen, dass ich – eigentlich seit jeher – die englischen Dreamweaver-Versionen installiert habe und daher auch gelegentlich die englische Terminologie verwendet wird, aber ich denke nicht, dass dies den geneigten Leser über Gebühr verwirren wird ;-)